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Remote Leadership: Führen aus der Ferne

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In der Schweiz arbeiten zurzeit so viele Teams im Home-Office wie noch nie. Die Corona-Pandemie hat viele Büros praktisch leergefegt. Das stellt insbesondere Manager vor erhebliche Herausforderungen. Sie erleben gerade einen Praxistext in puncto Remote Leadership: Führen aus dem Home-Office. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie die Führung virtueller Teams gelingen kann.

Remote Leadership-Tipp 1: Organisieren Sie ihre Kommunikation

Als „virtuelle“ Führungskraft sind Sie eine Art Trainer, der am Spielfeldrand steht, sein Team coacht, unterstützt und motivieren muss. Ein Trainer sollte aber auch genauso für ungestörte Ruhe- und Konzentrationsphasen sorgen, damit Teammitglieder ihre Aufgaben abarbeiten und Ideen entwickeln können.  

Gut strukturierte Kommunikation bedeutet demnach: 

  • Halten Sie auch als Remote Leader an den vereinbarten Daylies, Jour Fixes und Teammeetings fest und führen sie diese per Videokonferenz. So fühlt sich der Austausch fast so an, als wären sie im gewohnten Umfeld. 
  • Für Absprachen oder Informationen, die nicht besonders zeitkritisch sind, nutzen Sie am besten E-Mails. 

Greifen Sie nur dann zum Telefon oder senden Sie nur dann eine Direktnachricht über Ihre hausinterne Kommunikations-App, wenn etwas keinen Aufschub duldet. Unser Ratschlag – halten Sie den Ball flach und verfallen Sie nicht dem Aktionismus. Ansonsten erwecken Sie den Eindruck, den Mitarbeiter überprüfen zu wollen, was die Vertrauensbasis arg strapaziert.

Remote Leadership-Tipp 2: Klären Sie Ziele und Erwartungen

Wichtig: Unterdrücken Sie den Drang zum Mikromanagement und zu überbordendem Kontrollverhalten. Nur weil Sie nicht sehen können, was ihre Mitarbeiter tun, bedeutet das nicht, dass sie untätig sind. Solange Ihre Leute ihre Aufgaben innerhalb der gesetzten Fristen erledigen, gilt es also Ruhe zu bewahren. Unterschätzen Sie nicht die intrinsische Motivation von Mitarbeitenden, die Ihnen vertrauen und Ihr Vertrauen geniessen. 

Wichtig ist allerdings, dass Sie Spielräume, Fristen, Erwartungen und Hintergründe klar und regelmässig kommunizieren. Das kommt beim Remote Leadership allerdings manchmal zu kurz, was zur Folge hat, dass Mitarbeiter den Gesamtplan des Unternehmens nicht mehr erkennen. Genauso wenig sehen sie dann, welche Rolle sie bei der Umsetzung der Unternehmensziele spielen. Das kann die Motivation senken. Denn, wer nicht weiss, warum er tut, was er tut, sieht auch keinen Sinn darin und tut es höchstens halbherzig. 

Umso wichtiger ist es, dass Remote Leader ihre Mannschaft regelmäßig über neueste Entwicklungen informieren. Das geht zum Beispiel ganz einfach über einen Nachrichtenstream in einer Kommunikations-App. So können Sie als Manager alle Mitarbeiter immer auf dem Laufenden halten. Der Effekt: Jeder fühlt sich perfekt eingebunden.

Remote Leadership-Tipp 3: Respektieren Sie Arbeitszeiten

Es ist schon klar, dass Sie nicht erwarten, dass Ihre Mitarbeiter rund um die Uhr verfügbar sind. Allerdings erwecken Sie schnell diesen Eindruck, wenn Sie selbst regelmässig E-Mails, SMS oder Instant Messages ausserhalb der Bürozeiten versenden. Es entsteht eine unklare Erwartungshaltung, was Ihre Mitarbeiter unnötig unter Druck setzen würde. 

Respektieren Sie daher unbedingt die Freizeit Ihrer Kollegen und tragen Sie zu einem guten Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit bei, indem Sie dringliche Nachrichten vielleicht noch am Abend verfassen, aber erst am nächsten Morgen absenden. Ermutigen Sie Ihr Team ausserdem, den Firmenlaptop und das Firmenhandy am Wochenende ausgeschaltet zu lassen.

Remote Leadership-Tipp 4: Keine Überstunden verlangen

Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Ihre Mitarbeiter im Home-Office mehr Zeit mit der Arbeit verbringen, als im Büro. Nicht nur die Pendelei fällt weg, sondern auch der ein oder andere Small-Talk, die gemeinsame Tasse Kaffee in der Kantine und das ausgedehnte gemeinsame Mittagessen. 

Halten Sie sich daher zurück, wenn es um das Anordnen von Überstunden geht. Tun Sie das Gegenteil. Machen Sie eher motivierende Zugeständnisse und lassen Sie ihr Team an einem sonnigen Freitagnachmittag den Laptop ein Stündchen eher zuklappen. Das sorgt gerade in der aktuellen Ausnahmesituation, in der jeder stärker angespannt ist als sonst, für Begeisterung und somit auch für Bindung.

Welche Erfahrungen machen Sie derzeit als Remote Leader? Haben Sie weitere wichtige Tipps?
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